Samstag, 7. November 2009
Studenten sind faul und haben immer Geld!
Dienstag, 25. August 2009
Jugendsprache?
voll lustig voll in der nase am boren war der omg bestimmt hat er das gegessen ild beste :**"
Freitag, 21. August 2009
Fachliteratur, oh Fachliteratur
Sonntag, 7. Dezember 2008
Musik, Musik, Musik
Samstag, 22. November 2008
AC/DC sind zurück!
Hier kommt jetzt auch die angedrohte Rezension des AC/DC Albums.
Der Name dürfte ja jetzt nichts unbekanntes mehr sein, es heißt ‚Black Ice’, und der AC/DC Sound dürfte auch mittlerweile eigentlich jedem Bekannt. Zumal ja selbst meine Schwester eine Vorstellung davon hat. Auch wenn ich nicht unbedingt ihrer Meinung bin, dass die Band sich anhört, als ‚träte man Emma auf den Schwanz.’ Wer nicht weiß, wer Emma ist, Emma ist ihre Katze...
Genug der langen Worte. Fangen wir an. Viele Leute sagen immer wieder, AC/DC brächte nichts neues mehr zustande. Alles höre sich bei ihnen gleich an. Aber mal ehrlich, was erwartet man denn von einer Band wie AC/DC? Von Australiens Exportschlager Nummer 1 zu erwarten, sie würden musikalische Experimente wagen, ist in etwa mit der Erwartung zu vergleichen, Beethoven würde sich gut anhören, wenn Groove Coverage seine Stücke covern würde. Hat sich mal jemand vorgestellt, wie sich Beethoven mit einer 4/4-Base über die Tonspur gelegt anhören würde? Wohl nicht oder? Warum erwatet man dann von einer Band wie AC/DC, sie soll neues wagen? Also nochmal meine Frage, was erwartet man von einer Band wie AC/DC? Rock ’n Roll, laut, hart, unverfälscht, sonst nichts. Und genau das haben die Jungs immer abgeliefert und genau das ist es auch, was die Welt von AC/DC hören will, keine neuen musikalischen Experimente, sondern ehrlichen, dreckigen Rock ’n Roll.
Den Opener kennen die meisten sicherlich schon. Die Rede ist vom großartigen Kick-Ass-Rock-N-Roll-Song „Rock ‘n Roll Train“. Mit diesem Song haben die fünf Heroen aus Down Under einen Track aus der Feder geschüttelt, der es mit Songs wie „Thunderstruck“ oder „For those about to Rock“ locker aufnehmen kann. Schreiende Gitarren, treibende Bässe und schnelle Trommeln. Dazu ein Shouter, der so gut ist, wie er lange nicht mehr war. Man merkt, dass die Jungs die Liebe zur Musik wiederentdeckt haben.
Der zweite Song „Skies on Fire“ lässt es etwas ruhiger und bluesiger angehen. Bassist Cliff Williams zeigt Spielwitz wie nie zuvor. Schon fast ein bisschen funky. Ein super Song, bei dem AC/DC ihr können unter Beweis stellen.
Der ditte im Bunde, „Big Jack“, ist ein echter Rock ‘n Roll Song mit wunderschönen Melodien, wie man sie noch nie von den Jungs gehört hat. Der Song ist schon so Mainstream, dass man ihn sich durchaus als Singleauskopplung vorstellen könnte.
Kommen wir zu Track Nummer 4, „Anything Goes“. Ein hymnischer Gute Laune Song, den man von AC/DC so noch nie gehört hat. So treibend, melodiös und rhytmisch, dass kein Fuß still stehen bleiben kann. Tanzbar wie ein Disco-Song, dazu Brians schroffe Stimme, die in Topqulität daher kommt und der Song dabei alles andere als langweilig und normal wird.
Song Nummer 5, „War Machine“, werden die meisten wohl auch schon von den vielen AC/DC Seiten im Internet kennen. Für die, die ihn nicht kennen, der Song ist so düster, dass man ihn schon Heavy Metal nennen kann. Vergleichbar mit „Ballbreaker“ oder „Cover you in oil“, allerdings noch einen Tacken düsterer und treibender.
„Smash ‘n Grab“ ist der Sechste. Typisch AC/DC, bluesig und treibend. Angus zaubert ein kurzes unglaublich melodiöses Solo aus dem Handgelenk und an der einen oder anderen Stelle kann man sogar eine verzerrte SG hören.
„Spoilin’ for a fight“ ist allerdings wieder typisch AC/DC à la „Stiff upper lip“. Bluesiger Sound, harte Gitarren, Brians rotzige Stimme und ein grundsolider Rythmusbass.
Nummer 7, „Wheels“, ist eine gekonnte uptempo Rock ‘n Roll Nummer ganz im Stil von T.N.T., kann allerdings nicht ganz an einen Song wie „Highway to Hell“ rankommen, lässt „Heatseeker“ allerdings an der Ampel stehen.
„Decibel“ macht dem grandios bluesigen „Satellite Blues“ starke Konkurrenz. Und über allem schwebt Brians Stimme, und das so gut wie seit „Back in Black“ nicht mehr. Wer hätte das gedacht?
Weiter geht’s mit „Stormy May Day“. Ein bisschen apokalyptisch geht’s hier schon zu. Herr Williams spielt einen nicht aus Ruhe zu bringenden straighten Rock, Malcolm schreddert genauso straight seinen Rhythmus und Angus kreischt und soliert einwandfrei. Mehr davon!
Track 11 lässt es mir kalt den Rücken runter laufen. „She likes Rock ‘n Roll“ ist ein echter Kick-Ass Kracher, der sich gewaschen hat. Und Herr Williams kann sogar Melodien spielen. Wer hätte das je für möglich gehalten? Dieser Song braucht sich vor nichts und niemandem zu verstecken.
Nummer 12 geht wieder sehr bluesig vom Stapel. „Money Made“ ist ein Song, der so unglaublich smooth groovt, dass er auch von ZZ Top hätte sein können. Schön zu hören, wie flexibel die Jungs sind und alles spielen können, ohne sich dabei untreu zu werden.
Mit Track 13, „Rock ‘n Roll Dream“, geben die Erfinder des Blues-Rock sogar sowas wie eine Ballade zum Besten, die recht plötzlich zwischen sehr langsamen und relativ schnellen Phasen wechselt. Das ist was wirklich neues.
Mit „Rockin’ all the way“ geht’s mit klassischen AC/DC Figuren weiter. Rock ‘n Roll in Reinkultur. Und wieder Brians Stimme, die durch Qualität beeindruckt, wie es sie lange nicht mehr gab.
Kommen wir zum letzten Song des Albums, dem Namensgeber „Black Ice“. Hier geben die Jungs mal wieder zum Besten, was sie wirklich können. Rock ‘n Roll, der sich gewaschen hat und einem mit aller Gewalt ins Gesicht schlägt.
Die fünf Jungs aus Down Under zeigen uns mit Black Ice, dass sie noch lange nicht tot sind und immer noch ganz oben am Rock ‘n Roll Himmel stehen. Hoffen wir mal, dass bis zum nächsten Album nicht wieder acht Jahre vergehen und sie uns nicht voerloren gehen. Black Ice beweist, was das für ein Verlust wäre.
